Kunststoffabfälle im Betrieb: Was sich verwerten oder verkaufen lässt

Folie, Styropor, Kanister: Sie erfahren, welche Kunststoffabfälle aus Ihrem Betrieb gut verwertbar sind, was die Gewerbeabfallverordnung verlangt und was die Marktlage 2026 bedeutet.

BEMA VerpackungsabfallZertifizierter Entsorgungsfachbetrieb
Stand: 11 Min. Lesezeit
Gesammelte PE-Folie in Gitterboxen vor einer Halle
Rechtsstand Oktober 2026Kunststoffe sind im Betrieb eine eigene Fraktion: getrennt sammeln, vorrangig recyceln und dokumentieren (§ 3 GewAbfV).
Inhalt dieses Artikels

Beim Kunststoffrecycling denken viele an große Sortieranlagen. Für einen Betrieb fängt es früher an: im Wareneingang, wo Stretchfolie, Schrumpfhauben, Styropor-Polster und leere Kanister anfallen. Ob daraus wieder ein Rohstoff wird oder ein Abfall, der verbrannt wird, entscheidet sich zu einem großen Teil vor Ort, bei Trennung, Sauberkeit und Menge.

Dieser Artikel zeigt, welche Kunststoffabfälle in Betrieben typisch sind, was davon gut verwertbar ist, was die Gewerbeabfallverordnung verlangt und wie es 2026 um den Markt für Kunststoffrecycling steht. Für die beiden wichtigsten Fraktionen gibt es eigene Artikel: PE-Folie im Betrieb und Styropor entsorgen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Recycling heißt stoffliche Verwertung: Verbrennung und die Aufbereitung zu Ersatzbrennstoffen zählen nach § 3 Abs. 25 KrWG nicht als Recycling.
  • Zahlen 2023: Von 5,91 Mio. t Kunststoffabfällen in Deutschland wurden 37,9 % werkstofflich recycelt und 61,1 % energetisch verwertet (Umweltbundesamt).
  • Pflicht im Betrieb: Kunststoffe sind eine eigene Fraktion. Sie müssen getrennt gesammelt, vorrangig recycelt und dokumentiert werden (§ 3 GewAbfV).
  • Sortenreinheit entscheidet: Gewerbliche EPS-Verpackungen wurden 2021 zu 83 % recycelt, haushaltsnahe nur zu 6 %.
  • Markt: Die Recyclingbranche steht seit 2024 unter Druck, Vergütungen schwanken. Ab 2030 schreibt die EU Mindestanteile an Rezyklat in Kunststoffverpackungen vor.
5,91 Mio. tKunststoffabfälle fielen 2023 in Deutschland an (Umweltbundesamt)
37,9 %davon wurden werkstofflich recycelt, 61,1 % energetisch verwertet
83 %Recyclingquote gewerblicher EPS-Verpackungen 2021, haushaltsnah 6 % (Studie Conversio/IVH)
35 %Mindestanteil Rezyklat ab 2030 für sonstige Kunststoffverpackungen (VO (EU) 2025/40, Art. 7)

Kunststoffrecycling: drei Wege und die Zahlen für Deutschland

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz zieht eine klare Grenze: Recycling ist jedes Verwertungsverfahren, das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen aufbereitet. Die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Brennstoffen zählen nicht dazu (§ 3 Abs. 25 KrWG).

WegWas passiertMenge 2023Recycling nach KrWG?
Werkstofflich (mechanisch)Kunststoff wird zerkleinert, gewaschen, getrocknet und zu Regranulat verarbeitet. Der chemische Aufbau bleibt erhalten.2,24 Mio. t (37,9 %)ja
Rohstofflich (chemisch)Kunststoff wird in chemische Grundstoffe aufgespalten.rund 0,027 Mio. t (0,5 %)ja, wenn Stoffe für neue Produkte entstehen, nicht bei Brennstoffen
EnergetischVerbrennung in Müllverbrennungsanlagen oder als Ersatzbrennstoff (EBS)3,61 Mio. t (61,1 %)nein
Beseitigungohne Verwertung0,032 Mio. tnein

Quelle: Umweltbundesamt, Daten Kunststoffabfälle (aktualisiert 30.04.2025), und Kurzfassung „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2023“ (Conversio, November 2024). Datenjahr 2023, Gesamtmenge 5,91 Mio. t.

Rund 5,58 Mio. t dieser Abfälle stammten 2023 aus dem Endverbrauch, also aus Haushalten und Gewerbe. Davon wurden rund 1,95 Mio. t mechanisch recycelt, etwa 35 %. Die Kunststoffverarbeiter setzten im selben Jahr rund 1,93 Mio. t Rezyklat ein. Das sind etwa 15 % der verarbeiteten Menge und 17,2 % mehr als 2021. Verpackungen sind mit rund 30 % der größte Bereich der Kunststoffverarbeitung in Deutschland, vor dem Bau mit knapp 24 %.

Die Studie hält außerdem fest, dass gerade Verpackungsabfälle aus dem Endverbrauch, auch aus dem Gewerbe, zu großen Anteilen aussortiert und recycelt werden konnten. Eine eigene Zahl nur für Betriebe nennt sie nicht. Daten für das Jahr 2025 werden seit März 2026 erhoben; Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Welche Kunststoffabfälle im Betrieb anfallen

Die Übersicht zeigt die Fraktionen, die in Handel, Lager und Produktion typisch sind. Gewerbliches Styropor stammt zum Beispiel vor allem aus Verpackungen für technische Geräte und Möbel.

FraktionTypische BeispieleAbfallschlüssel (AVV)Hinweis
PE-FolieStretch- und Wickelfolie, Schrumpfhauben, Säcke, Luftpolsterfolie15 01 02Schwerpunkt im BEMA Konzept (sortenrein, transparent und bunt getrennt)
EPS (Styropor)Polster und Formteile aus Verpackungen für Möbel und Gerätein der Regel 15 01 02Abnahme im Einzelfall klären
HohlkörperKanister, Eimer, Flaschen15 01 02, mit Rückständen gefährlicher Stoffe 15 01 10*horizontale Ballenpressen verdichten Hohlkörper; Abnahme im Einzelfall klären
Bänder, Big Bags, HartkunststoffeSpann- und Umreifungsbänder, Big Bags, Teile aus Hartkunststoff15 01 02 bei Verpackungen, sonst je nach Herkunftgehören nicht in die Folie; Abnahme im Einzelfall klären

Abfallschlüssel nach Abfallverzeichnis-Verordnung; die Zuordnung im Einzelfall klären Sie mit Ihrem Entsorger. Spalte Hinweis: Angaben zum BEMA Konzept auf verpackungsabfall.com, Stand Oktober 2026.

Kunststoffe, die nicht aus Verpackungen stammen und als gewerblicher Siedlungsabfall anfallen, tragen den Schlüssel 20 01 39. Verpackungen mit Rückständen gefährlicher Stoffe, etwa Kanister, sind gefährlicher Abfall (15 01 10*) und gehören nicht in eine Wertstofffraktion.

Für sortierte Kunststoffabfälle gibt es einen Markt mit eigenen Sorten. Der Fachdienst EUWID führt in seiner Marktübersicht für Altkunststoffe zum Beispiel PE-Folie transparent natur, PE-Gewerbemischfolie 90/10 und 80/20 sowie LDPE-Folie natur und bunt, daneben Sorten für PP, PVC und PS. Farbe, Reinheit und Herkunft entscheiden also, in welche Sorte Ihr Material fällt.

Was sich gut verwerten lässt und was Recycling verhindert

Für Recycler zählt vor allem, wie sortenrein und sauber das Material ist. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt Styropor. Laut einer Studie von Conversio im Auftrag des Industrieverbands Hartschaum (IVH) fielen 2021 in Deutschland rund 70.000 t EPS-Verpackungsabfälle an, 39.000 t davon aus Industrie und Gewerbe. Die gewerblichen EPS-Verpackungen wurden zu 83 % recycelt, die haushaltsnahen nur zu 6 %. Den Unterschied erklärt nach unserer Einschätzung vor allem die getrennte, saubere Erfassung im Betrieb.

Was ein Abnehmer bei Folie erwartet

Wie streng die Anforderungen sein können, zeigt ein Beispiel aus den Niederlanden. Der Entsorger Renewi fasst in seiner Qualität „LDPE folie 98/02“ helle Verpackungsfolie aus LDPE und LLDPE aus Handel, Distribution und Industrie zusammen. Erlaubt sind höchstens 1 Vol.-% bunte Folie, höchstens 1 Vol.-% folienfremdes Material wie Klebeband und Aufkleber und höchstens 10 Vol.-% Luftpolsterfolie. Ausgeschlossen sind unter anderem:

  • Laminatfolien, Agrar-, Bau- und Schaumfolie sowie tiefgezogene Folie
  • Verpackungsschaum, Big Bags, Spann- und Umreifungsbänder und Hartkunststoffe
  • verschmutzte Kunststoffe, etwa mit Farbe, Zement, Fett oder Lebensmittelresten

Die genauen Toleranzen legt jeder Abnehmer selbst fest. Seit Oktober 2025 gibt es mit DIN EN 15347-2 außerdem eine Norm für Qualitätsstufen sortierter PE-Abfälle. Was bei Folie im Detail zählt, erklärt der Artikel PE-Folie im Betrieb: entsorgen oder verkaufen.

Qualität wirkt bis ins fertige Produkt

Eine Studie zu Folienprodukten aus rezykliertem LDPE (Zeilerbauer et al., 2024) zeigt einen weiteren Punkt: Minderwertiges Rezyklat muss teils in größerer Menge eingesetzt werden, um dieselbe Funktion zu erfüllen. Saubere Ausgangsware ist also nicht nur eine Preisfrage. Was das für die Klimabilanz bedeutet, lesen Sie im Artikel CO2 sparen durch Recycling.

So halten Sie Kunststoffe im Betrieb sortenrein:

  1. Nach Kunststoffart trennen

    Folie, Styropor und Hohlkörper in eigene Behälter. Bänder, Big Bags und Hartkunststoffe gehören nicht in die Folie.

  2. Transparente und bunte Folie getrennt sammeln

    Der Handel bewertet beide als eigene Sorten.

  3. Fremdstoffe entfernen

    Klebeband, Aufkleber und andere folienfremde Teile so weit wie möglich ab. Styropor-Polster gehören nicht in den Folienballen.

  4. Verschmutztes aussortieren

    Kunststoffe mit Farbe, Fett, Zement oder Lebensmittelresten getrennt halten. Kanister mit gefährlichen Rückständen sind gefährlicher Abfall.

Pflicht im Betrieb: Kunststoffe getrennt sammeln und belegen

Für Kunststoffabfälle aus Betrieben gilt die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV). Nach § 3 Abs. 1 GewAbfV müssen Sie Kunststoffe als eigene Fraktion getrennt sammeln, getrennt befördern und vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuführen.

Ausnahmen gibt es nur, wenn die getrennte Sammlung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist (§ 3 Abs. 2 GewAbfV). Die Getrenntsammlung müssen Sie dokumentieren (§ 3 Abs. 3 GewAbfV), zum Beispiel mit Lageplänen und Fotos der Behälter, Liefer- oder Wiegescheinen und einer Erklärung des Übernehmers zu Masse, Art der Verwertung und Verbleib.

Verpackungsrecht 2026 Seit dem 12.08.2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 überwiegend unmittelbar. Das Verpackungsgesetz wurde durch das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) abgelöst. Was das für Unternehmen bedeutet, erklärt der Artikel Verpackungsrecht 2026.

Eine Novelle der Gewerbeabfallverordnung liegt seit Ende 2024 vor, ist aber nicht in Kraft: Der Bundesrat hat sie im Juli 2025 von der Tagesordnung genommen und seitdem nicht beraten (Stand Oktober 2026). Alle Pflichten im Überblick finden Sie im Artikel Gewerbeabfallverordnung: Getrennthaltung, Dokumentation, Nachweise, alle Verpackungsfraktionen im Artikel Verpackungsmaterial entsorgen.

Welche Ihrer Kunststoffabfälle sind ein Rohstoff?

Wir sehen uns mit Ihnen an, welche Kunststoffe bei Ihnen anfallen, was davon wir abnehmen und welche Ballenpresse zu Ihren Mengen passt. Die Beratung ist kostenlos.

Ihr Ansprechpartner: Marc Schleibaum, Geschäftsführer

Marc Schleibaum, Geschäftsführer BEMA Verpackungsabfall

Marktlage 2026: Recyclerkrise und Rezyklatquoten der EU

Die europäische Kunststoffrecycling-Branche steckt seit 2024 in einer Krise. Als Gründe nennt die Fachpresse eine sinkende Nachfrage, günstige Neuware, hohe Energiepreise und Importe. Laut einem offenen Brief mehrerer Branchenvertreter vom 31.03.2026 gingen in Europa bis Ende 2025 knapp 1 Mio. t Recyclingkapazität verloren.

Für Betriebe heißt das: Vergütungen für Kunststoffe schwanken und hängen von Sorte und Qualität ab. Wir vergüten nach dem EUWID, dem monatlich erscheinenden Preisindex für Sekundärrohstoffe. Wie sich die Preise entwickeln, lässt sich nicht seriös vorhersagen. Nach unserer Einschätzung haben sortenreine, saubere Fraktionen auch in einem schwachen Markt die besten Chancen. Wie der Index funktioniert, erklärt der Artikel Vergütung nach EUWID.

Ausblick: Mindestrezyklat in Verpackungen ab 2030

Langfristig dürfte die Nachfrage nach Rezyklat nach unserer Einschätzung steigen. Die EU-Verpackungsverordnung schreibt in Art. 7 Mindestanteile an Rezyklat in Kunststoffverpackungen vor. Sie gelten ab dem 1.1.2030 oder drei Jahre nach dem zugehörigen Durchführungsrechtsakt, je nachdem, was später ist.

Kunststoffverpackungab 2030ab 2040
kontaktempfindlich, aus PET30 %50 %
kontaktempfindlich, aus anderen Kunststoffen10 %25 %
Einweggetränkeflaschen30 %65 %
sonstige Kunststoffverpackungen35 %65 %

Quelle: Art. 7 Abs. 1 und 2 VO (EU) 2025/40. Ausnahmen nach Art. 7 sind hier nicht dargestellt. Die Pflicht trifft Hersteller von Verpackungen, nicht Betriebe, bei denen Verpackungsabfall anfällt.

Chemisches Recycling wird oft als Lösung genannt. Mit 0,5 % der Kunststoffabfälle spielte es 2023 mengenmäßig aber kaum eine Rolle. Der wichtigste Recyclingweg bleibt damit der werkstoffliche.

Vom Ballen zum Regranulat: So läuft es mit BEMA

Im BEMA Konzept kaufen wir sortenreine Verpackungs- und Produktionsabfälle von Unternehmen auf, vor allem Kartonagen und Folien. Ob und zu welchen Bedingungen wir weitere Kunststoffe wie Styropor abnehmen, klären wir im Einzelfall. Bei der Einweisung erklärt unser Fachpersonal Ihrem Team die Stofftrennung. So kommt Ihr Material zum Verarbeiter:

  1. Sammeln an der Anfallstelle

    Für Folie gibt es im BEMA Shop Verdichtungsständer und Wertstoff-Sammelsäcke aus PE mit 200 oder 300 Litern.

  2. Pressen

    Vertikale Ballenpressen reduzieren das Volumen von Karton, Folie und Papier um bis zu 90 % (Herstellerangabe). Horizontale Ballenpressen verdichten auch voluminöse Materialien wie Styropor, Hohlkörper und Schaumstoffe.

  3. Abholung

    Unsere regionalen Logistikpartner holen die Ballen ab. Den Abholauftrag geben Sie online mit einem Foto auf und bestätigen, dass das Material frei von Fremdstoffen ist.

  4. Verwertung

    Die gepressten Ballen gehen auf direktem Weg zum nächstgelegenen Kunststoffverarbeiter. Beim werkstofflichen Recycling wird Folie in der Regel zerkleinert, gewaschen und zu Regranulat extrudiert. Regranulat aus LDPE wird zum Beispiel wieder zu Müllsäcken verarbeitet.

Lohnt sich eine Ballenpresse für Ihre Folie?

  • Ihr Betrieb hat mehr als 500 kg Verpackungsabfall im Monat, zum Beispiel Kartonagen und Folie.
  • Folie oder Styropor fallen regelmäßig und an wenigen Stellen an.
  • Neben der Presse ist Platz für einige Paletten mit Ballen.
  • Ein Lkw kann zur Abholung auf Ihr Gelände fahren; ob Sie dafür einen Hubwagen oder Stapler brauchen, klären wir mit Ihnen.

Beratung anfragen

Andere Kunststoffe oder kleinere Mengen? Sprechen Sie uns an, wir klären es im Einzelfall.

Was heißt das für Ihren Betrieb?

Viel Stretchfolie im Wareneingang

Sammeln Sie Folie dort, wo ausgepackt wird, getrennt nach transparent und bunt. Bei regelmäßigen Mengen lohnt der Vergleich mit einer Ballenpresse.

Styropor aus Möbel- oder Gerätekartons

Halten Sie Verpackungs-EPS sauber und getrennt von Folie und Karton. Dämmplatten aus Bau und Sanierung sind keine Verpackungen und unterliegen eigenen Regeln.

Kanister und Eimer aus Werkstatt oder Produktion

Prüfen Sie, ob Reste gefährlicher Stoffe enthalten sind. Dann gehören die Behälter als gefährlicher Abfall (15 01 10*) zum Entsorger.

Kartonagen und Folie fallen gemeinsam an

Pressen Sie beides getrennt. Folie ist im Kartonballen ein Störstoff, für sich aber ein eigener Rohstoff. Mehr im Artikel Pappe und Kartons entsorgen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen werkstofflichem und chemischem Recycling?

Beim werkstofflichen Recycling wird Kunststoff mechanisch aufbereitet und zu Regranulat verarbeitet, der chemische Aufbau bleibt erhalten. Beim chemischen, auch rohstofflichen Recycling wird er in Grundstoffe aufgespalten. 2023 wurden in Deutschland 37,9 % der Kunststoffabfälle werkstofflich und 0,5 % rohstofflich recycelt.

Zählt Verbrennung als Recycling?

Nein. Nach § 3 Abs. 25 KrWG zählen die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Brennstoffen nicht als Recycling. Auch Ersatzbrennstoffe aus Kunststoff sind also kein Recycling.

Wie hoch ist die Recyclingquote für Kunststoff in Deutschland?

2023 wurden 37,9 % der 5,91 Mio. t Kunststoffabfälle werkstofflich recycelt und 61,1 % energetisch verwertet (Umweltbundesamt).

Welche Kunststoffabfälle aus Betrieben lassen sich gut verwerten?

Vor allem sortenreine, saubere Fraktionen wie PE-Folie und EPS. Gewerbliche EPS-Verpackungen wurden 2021 zu 83 % recycelt. Laminatfolien und verschmutzte Kunststoffe gehören bei Abnehmern wie Renewi nicht in die reine Folienqualität.

Was bringt die EU-Verpackungsverordnung für das Kunststoffrecycling?

Ab 2030 müssen Kunststoffverpackungen Mindestanteile an Rezyklat enthalten, zum Beispiel 35 % bei Verpackungen, die nicht kontaktempfindlich und keine Einweggetränkeflaschen sind. Die Pflicht trifft die Hersteller von Verpackungen. Nach unserer Einschätzung dürfte das die Nachfrage nach Rezyklat stützen.

Nimmt BEMA alle Kunststoffe an?

Nein. Unser Schwerpunkt sind Kartonagen und PE-Folie. Styropor und andere Kunststoffe wie Kanister oder Bänder klären Sie bitte im Einzelfall mit uns.

Quellen und Rechtsstand

Rechtsstand: 17. Oktober 2026. Regeln und Marktpreise ändern sich; wir prüfen die Artikel regelmäßig.

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BEMA Verpackungsabfall

Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb · Niefern-Öschelbronn und St. Veit an der Glan

BEMA Verpackungsabfall ist zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb mit Sitz in Niefern-Öschelbronn und einem Standort in St. Veit an der Glan (Österreich). Wir sind seit 2008 im Geschäft, kaufen Verpackungsabfälle wie Kartonagen und Folien direkt bei Betrieben an, setzen dafür auf die Ballenpresse direkt an der Anfallstelle und organisieren die Abholung der Ballen.

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sein.

Wichtige Information: Das Typenschild befindet sich links oder rechts an Ihrer Maschine. Auf dem Typenschild finden Sie die Typenbezeichnung und Seriennummer Ihrer Presse. Die Abholung erfolgt nur für die Ballen aus der Maschine mit der genannten Seriennummer.