Verpackungsmaterial entsorgen: Der Überblick für Unternehmen

Karton, Folie, Styropor, Holz und Metall: Sie erfahren, welche Pflichten für Verpackungsabfälle im Betrieb gelten, welcher Abfallschlüssel passt und welcher Entsorgungsweg zu Ihrer Menge passt.

BEMA VerpackungsabfallZertifizierter Entsorgungsfachbetrieb
Stand: 11 Min. Lesezeit
Lose Kartons und Verpackungsmaterial in einem Lager
Rechtsstand Oktober 2026Nach Fraktionen trennen und dokumentieren (§ 3 GewAbfV).
Inhalt dieses Artikels

Verpackungsmaterial entsorgen heißt im Betrieb: Kartons, Stretchfolie, Styropor, Paletten und Umreifungsbänder aus dem Wareneingang gehören nicht in einen gemeinsamen Container, sondern in getrennte Fraktionen. So verlangt es die Gewerbeabfallverordnung (§ 3 GewAbfV). Gemischt sammeln dürfen Sie nur, wenn die Trennung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist; dann müssen die Gemische grundsätzlich in eine Vorbehandlungsanlage (§ 4 GewAbfV).

Dieser Überblick zeigt, welche Verpackungsabfälle typischerweise anfallen, welche Pflichten gelten, welcher Abfallschlüssel passt und welcher Entsorgungsweg zu Ihrer Menge passt. Zu Karton, Folie, Styropor und anderen Kunststoffen führt je ein Link in einen ausführlichen Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht: Gewerbliche Siedlungsabfälle sind nach Fraktionen getrennt zu sammeln, darunter Papier, Pappe und Karton, Kunststoffe, Holz, Metalle und Glas (§ 3 GewAbfV).
  • Reihenfolge: Vermeidung geht vor Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling und sonstiger Verwertung. Beseitigung kommt zuletzt (§ 6 KrWG).
  • Recycling: Die Verbrennung als Ersatzbrennstoff ist energetische Verwertung, kein Recycling (§ 3 Abs. 25 KrWG).
  • Verpackungsrecht: Seit dem 12.08.2026 gelten die EU-Verpackungsverordnung und das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG).
  • Wert: Für sortenreine Kartonagen und Folien können Sie eine Vergütung erhalten, abhängig von Menge, Sorte und Marktpreis. Unserer Erfahrung nach kann sich ab etwa 500 kg Verpackungsabfall im Monat ein Vergleich zwischen Container und Ballenpresse lohnen.

Privat

In der Regel kommen leere Verpackungen aus Papier und Karton in die Papiertonne, Glas in den Altglascontainer und andere leere Verpackungen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Einzelheiten erfahren Sie bei Ihrer Kommune.

Im Betrieb

Im Betrieb gelten die Trennpflichten der Gewerbeabfallverordnung. Weiter zum Teil für Betriebe

Oder direkt: Beratung für Betriebe anfragen

15 01Gruppe der Abfallschlüssel für Verpackungen (Abfallverzeichnis-Verordnung)
90 %Getrenntsammlungsquote im Vorjahr, ab der die Vorbehandlungspflicht für Gemische entfallen kann (§ 4 GewAbfV)
12.08.2026seit diesem Tag gilt die EU-Verpackungsverordnung überwiegend
500 kgVerpackungsabfall im Monat: ab etwa dieser Menge kann sich unserer Erfahrung nach ein Vergleich mit einer Ballenpresse lohnen (Erfahrungswert BEMA)

Welche Verpackungsabfälle im Betrieb anfallen

Viele Verpackungsabfälle entstehen beim Auspacken. Zurück bleiben Kartons, Folie und Füllmaterial. Dazu kommen Versand und Produktion:

  • Wareneingang: Kartons und Wellpappe, Stretch- und Schrumpffolie, Styropor-Formteile, Umreifungsbänder, Paletten
  • Versand: Kartonreste, Füllmaterial, Luftpolsterfolie
  • Produktion: Säcke, Big Bags, Fässer, Kanister, Folienabschnitte
  • Büro und Verkauf: Papier, Verkaufsverpackungen, Getränkeverpackungen

Eine zentrale Zahl für alles Weitere ist Ihre Menge je Material. Wer sie nicht kennt, sammelt am besten ein paar Wochen lang Wiege- oder Lieferscheine. Solche Belege sind auch Teil der Dokumentation nach § 3 Abs. 3 GewAbfV.

Erst vermeiden, dann verwerten: die Abfallhierarchie

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz legt in § 6 Abs. 1 eine Rangfolge fest. Für Verpackungen im Betrieb lässt sie sich so übersetzen:

StufeGesetzlicher BegriffBeispiel aus dem Betrieb
1VermeidungMehrwegbehälter mit Lieferanten vereinbaren, intakte Kartons direkt für den eigenen Versand wiederverwenden
2Vorbereitung zur WiederverwendungPaletten, die bereits als Abfall aussortiert wurden, prüfen und reparieren lassen, damit sie wieder als Paletten dienen
3Recyclingsortenreine Karton- und Folienballen an Papier- und Kunststoffverarbeiter
4sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und VerfüllungVerbrennung als Ersatzbrennstoff (EBS)
5BeseitigungRestabfall, der nicht verwertet wird

Stufen nach § 6 Abs. 1 KrWG. Die Beispiele sind unsere Einordnung, keine gesetzliche Zuordnung.

Die Rangfolge ist kein Automatismus. Vorrang hat die Maßnahme, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleistet (§ 6 Abs. 2 KrWG). Wichtig für die Praxis: Recycling im Sinne des Gesetzes schließt die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Brennstoffen aus (§ 3 Abs. 25 KrWG). Wer Verpackungen als Ersatzbrennstoff abgibt, recycelt sie also nicht.

Pflichten in Kürze: Getrennthaltung, Dokumentation, Verpackungsrecht

Getrennt sammeln nach Gewerbeabfallverordnung

Nach § 3 Abs. 1 GewAbfV sind gewerbliche Siedlungsabfälle getrennt zu sammeln, unter anderem in diese Fraktionen: Papier, Pappe und Karton (ohne Hygienepapier), Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz, Textilien und Bioabfälle. Sie sind vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuzuführen. Ausnahmen gelten nur, wenn die getrennte Sammlung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist (§ 3 Abs. 2 GewAbfV).

Die Getrenntsammlung ist zu dokumentieren (§ 3 Abs. 3 GewAbfV): mit Lageplänen und Lichtbildern der Behälter, mit Liefer- oder Wiegescheinen und mit einer Erklärung des Übernehmers zu Masse, Verwertungsart und beabsichtigtem Verbleib. Greift eine Ausnahme, ist sie darzulegen. Die zuständige Behörde kann die Dokumentation verlangen.

Transportverpackungen können Sie grundsätzlich auch an den Lieferanten zurückgeben: Hersteller und Vertreiber müssen sie am Ort der Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe unentgeltlich zurücknehmen (§ 39 Abs. 1 VerpackDG); Unternehmen können untereinander einen anderen Rückgabeort und eine andere Kostenregelung vereinbaren. Soweit Sie Verpackungen so zurückgeben, gilt für sie die Gewerbeabfallverordnung nicht (§ 1 Abs. 3 GewAbfV). Behalten Sie sie, etwa um sie als Ballen zu verkaufen, gelten die Trenn- und Dokumentationspflichten.

Wenn doch gemischt wird

Werden Abfälle nicht getrennt gesammelt, müssen die Gemische grundsätzlich unverzüglich einer Vorbehandlungsanlage zugeführt werden (§ 4 GewAbfV). Diese Pflicht entfällt für Erzeuger unter anderem, wenn die Getrenntsammlungsquote im Vorjahr mindestens 90 Masseprozent betrug. Das ist bis zum 31. März des Folgejahres mit einem von einem zugelassenen Sachverständigen geprüften Nachweis zu belegen, und die Gemische sind dann vorrangig einer sonstigen, insbesondere energetischen Verwertung zuzuführen (§ 4 Abs. 3 bis 5 GewAbfV). Was nicht verwertet wird, ist dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen; dafür ist mindestens ein Behälter zu nutzen (§ 7 GewAbfV). Welche Ausnahme in Ihrem Fall greift, klären Sie im Zweifel mit Ihrer zuständigen Behörde.

Novelle offen Ein Entwurf zur Änderung der Gewerbeabfallverordnung liegt dem Bundesrat seit Februar 2025 vor (Drucksache 60/25). Er sieht unter anderem vor, die 90-%-Ausnahme zu streichen und eine Kennzeichnung der Sammelbehälter einzuführen. Der Bundesrat hat ihn am 11. Juli 2025 von der Tagesordnung abgesetzt; eine weitere Plenarberatung ist dort nicht verzeichnet (Stand 17. Oktober 2026). Ob und wann die Änderung gilt, ist offen. Prüfen Sie vor Änderungen an Ihrer Dokumentation den aktuellen Stand. Details im Artikel Gewerbeabfallverordnung: Getrennthaltung, Dokumentation, Nachweise.

Verpackungsrecht seit August 2026

Seit dem 12.08.2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 überwiegend. Das Verpackungsgesetz wurde durch das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) abgelöst. Was sich damit für Unternehmen ändert, erklärt der Artikel Verpackungsrecht 2026: VerpackDG und EU-Verpackungsverordnung.

Fraktion für Fraktion: Was mit welchem Verpackungsmaterial passiert

Die Tabelle ordnet gängige Verpackungsmaterialien ihrem Abfallschlüssel und dem üblichen Weg im Betrieb zu.

MaterialBeispieleAbfallschlüsselWeg im Betrieb
Papier, Pappe, KartonVersandkartons, Wellpappe, Papiertüten15 01 01getrennt sammeln, ab größeren Mengen pressen; als Ballen ist ein Verkauf möglich
KunststofffolieStretch-, Schrumpf- und Haubenfolie, Beutel15 01 02getrennt nach transparent und bunt sammeln, pressen
Styropor (EPS)Formteile aus Geräte- und Möbelverpackungenin der Regel 15 01 02getrennt als Kunststoff sammeln, verdichten
andere KunststoffeKanister, Umreifungsbänder, Hartkunststoff15 01 02getrennt als Kunststoff, Weg mit dem Entsorger klären
HolzPaletten, Kisten15 01 03getrennt sammeln, intakte Paletten weiterverwenden
MetallDosen, leere Fässer, Bandeisen15 01 04getrennt sammeln
GlasFlaschen, Gläser15 01 07getrennt sammeln
gemischte Verpackungenalles, was nicht getrennt wurde15 01 06nur wenn Trennung nicht möglich oder nicht zumutbar ist; Gemische gehen grundsätzlich in die Vorbehandlung (§ 4 GewAbfV)

Abfallschlüssel nach der Anlage zur Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV), Gruppe 15 01. Dazu kommen 15 01 05 für Verbundverpackungen und 15 01 09 für Verpackungen aus Textilien. Die Zuordnung im Einzelfall klären Sie mit Ihrem Entsorger.

Pappe und Kartons

Kartonagen sind in vielen Betrieben ein großer Posten. Altpapier wird nach DIN EN 643 in Sorten gehandelt, papierfremde Bestandteile wie Folie oder Klebeband sind bei den meisten Sorten auf 1,5 % begrenzt. Regeln, Sorten und Wege erklärt der Artikel Pappe und Kartons entsorgen.

Folie

Stretch- und Schrumpffolie aus PE kann sortenrein einen Marktwert haben; der Fachdienst EUWID führt eigene Preisreihen dafür, getrennt nach transparenter und farbiger Folie. Mehr dazu im Artikel PE-Folie im Betrieb: entsorgen oder verkaufen.

Styropor

EPS-Verpackungen aus Industrie und Gewerbe wurden 2021 laut einer Studie von Conversio im Auftrag des Industrieverbands Hartschaum (IVH) zu 83 % recycelt. Dämmplatten aus Styropor sind keine Verpackungen und unterliegen eigenen Regeln. Mehr dazu im Artikel Styropor entsorgen.

Andere Kunststoffe

Kanister, Bänder und Hartkunststoffe gehören ebenfalls in die Kunststofffraktion, sofern sie nicht mit gefährlichen Stoffen verunreinigt sind. Was sich davon verwerten lässt und was Recycling verhindert, lesen Sie im Artikel Kunststoffabfälle im Betrieb.

Verpackungen mit gefährlichen Rückständen Fässer, Kanister oder Gebinde, die Rückstände gefährlicher Stoffe enthalten oder durch sie verunreinigt sind, sind gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 15 01 10*). Sie gehören nicht in die Wertstofffraktionen. Klären Sie die Entsorgung mit Ihrem Entsorger.

Entsorgungswege nach Menge: Tonne, Container, Ballenpresse

Welcher Weg passt, hängt nach unserer Erfahrung vor allem von Menge, Platz und Zahl der Anfallstellen ab. Den ausführlichen Vergleich finden Sie in den Artikeln Pappe und Kartons entsorgen und Ballenpresse oder Presscontainer.

Sehr kleine Mengen

Bei geringen Mengen erlaubt § 5 GewAbfV, gewerbliche Abfälle gemeinsam mit den Abfällen der Privathaushalte auf demselben Grundstück in deren Behältern zu erfassen, wenn Getrennthaltung und Vorbehandlung wegen der geringen Menge wirtschaftlich nicht zumutbar sind.

Mittlere Mengen, Platz im Hof

Ein Container je Fraktion vom Entsorger. Je nach Vertrag fallen Behältermiete und Leerungen an, Ihr Team bringt das Material zum Container.

Große Mengen an einem Sammelpunkt

Ein Presscontainer verdichtet das Material, der Entsorger tauscht den Container. Dafür fallen in der Regel Miete oder Kauf und Transporte an.

Regelmäßig Karton und Folie, ab etwa 500 kg im Monat

Eine Ballenpresse an der Anfallstelle. Die Ballen werden abgeholt und können als Rohstoff vergütet werden, abhängig von Menge, Sorte und Marktpreis; dem stehen Kosten für Presse und Abholung gegenüber.

Karton und Folie verkaufen statt entsorgen?

Im BEMA Konzept steht die Ballenpresse dort, wo Ihre Verpackungen anfallen. Unsere regionalen Logistikpartner holen die Ballen ab, und Sie können eine Vergütung erhalten, die sich nach dem EUWID richtet.

Ihr Ansprechpartner: Marc Schleibaum, Geschäftsführer

Marc Schleibaum, Geschäftsführer BEMA Verpackungsabfall

Sortenrein sammeln: vom Entsorgen zum Verkaufen

Für die Gewerbeabfallverordnung ist Getrenntsammeln eine Pflicht. Wirtschaftlich kann es eine Chance sein, denn sortenreine Kartonagen und Folien können einen Marktwert haben. Wir kaufen sortenreine Verpackungs- und Produktionsabfälle von Unternehmen auf. Ballen aus Pressen anderer Hersteller nehmen wir derzeit nicht an.

Im BEMA Konzept steht die Ballenpresse direkt an der Anfallstelle, das kann die Laufwege verkürzen. Die Ballen können platzsparend auf Ihrem Gelände gelagert werden. Weil sie wenig Platz brauchen, kann der große Hauptbehälter für diese Materialien entfallen und damit auch seine Miete. Unsere regionalen Logistikpartner holen die Ballen ab und bringen sie zur Wiederverwertung zu Papier- oder Kunststoffverarbeitern.

Wir vergüten nach dem EUWID, dem Preisindex für Sekundärrohstoffe, der einmal im Monat erscheint. Für PPK orientiert sich unsere Vergütung in der Regel am sogenannten „mittleren EUWID“; was für Sie gilt, steht in Ihrem Angebot. Wie sich die Preise entwickeln, lässt sich nicht seriös vorhersagen. Dem stehen Kosten für Presse und Abholung gegenüber. Den ganzen Ablauf beschreibt der Artikel Abfall verkaufen statt entsorgen.

Lohnt sich eine Ballenpresse für Ihren Betrieb?

  • Ihr Betrieb hat mehr als 500 kg Verpackungsabfall im Monat, überwiegend Kartonagen und Folie.
  • Die Verpackungen fallen an einem oder wenigen Orten an, zum Beispiel im Wareneingang.
  • Neben der Presse ist Platz für einige Paletten mit Ballen.
  • Ein Lkw kann zur Abholung auf Ihr Gelände fahren; ob Sie dafür einen Hubwagen oder Stapler brauchen, klären wir mit Ihnen.

Beratung anfragen

Kleinere Mengen oder mehrere Standorte? Sprechen Sie uns trotzdem an, wir rechnen es mit Ihnen durch.

Checkliste: Sammelplatz für Verpackungsabfall einrichten

  1. Mengen erfassen

    Halten Sie fest, wie viel Karton, Folie, Styropor und Holz im Monat anfällt. Wiege- und Lieferscheine sind dafür eine gute Grundlage.

  2. Fraktionen festlegen

    Sammeln Sie die Fraktionen nach § 3 GewAbfV getrennt, die bei Ihnen anfallen. Verpackungen mit gefährlichen Rückständen kommen gesondert.

  3. Behälter an die Anfallstelle

    Stellen Sie die Behälter dort auf, wo die Verpackungen anfallen, nicht am anderen Ende des Geländes. Eine klare Beschriftung hilft beim Trennen.

  4. Dokumentation anlegen

    Lageplan und Fotos der Behälter, Liefer- und Wiegescheine sowie die Erklärung des Übernehmers sammeln Sie an einer Stelle (§ 3 Abs. 3 GewAbfV).

  5. Team einweisen

    Erklären Sie, was in welchen Behälter gehört, vor allem bei Störstoffen wie Folie im Karton. Wenn Sie mit uns arbeiten, erklärt unser Fachpersonal die Stofftrennung vor Ort.

  6. Regelmäßig prüfen

    Vergleichen Sie einmal im Jahr Mengen, Kosten und Erlöse und prüfen Sie den Rechtsstand.

Häufige Fragen

Muss ich Verpackungsmüll im Betrieb trennen?

Grundsätzlich ja. Nach § 3 GewAbfV sind gewerbliche Siedlungsabfälle in Fraktionen wie Papier, Pappe und Karton, Kunststoffe, Glas, Metalle und Holz getrennt zu sammeln. Ausnahmen gibt es bei technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit (§ 3 Abs. 2 GewAbfV). Die Getrenntsammlung ist zu dokumentieren. Transportverpackungen, die Sie nach § 39 VerpackDG an den Lieferanten zurückgeben, fallen insoweit nicht unter die Gewerbeabfallverordnung.

Gilt das Verpackungsgesetz noch?

Nein. Seit dem 12.08.2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 überwiegend, und das Verpackungsgesetz wurde durch das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) vom 13.07.2026 abgelöst. Für einzelne Altfälle enthält das VerpackDG Übergangsregeln.

Welche Abfallschlüssel haben Verpackungen?

Verpackungen stehen in der Gruppe 15 01 der Abfallverzeichnis-Verordnung, zum Beispiel 15 01 01 für Papier und Pappe, 15 01 02 für Kunststoff, 15 01 03 für Holz und 15 01 04 für Metall. Die Zuordnung im Einzelfall klären Sie mit Ihrem Entsorger.

Ist die Verbrennung als Ersatzbrennstoff Recycling?

Nein. Recycling im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes schließt die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Brennstoffen aus (§ 3 Abs. 25 KrWG). In der Abfallhierarchie steht sie eine Stufe unter dem Recycling.

Was mache ich mit Fässern und Kanistern mit Resten?

Enthalten sie Rückstände gefährlicher Stoffe oder sind sie dadurch verunreinigt, sind sie gefährlicher Abfall (15 01 10*). Sie gehören nicht in die Wertstofffraktionen; klären Sie die Entsorgung mit Ihrem Entsorger.

Quellen und Rechtsstand

Rechtsstand: 17. Oktober 2026. Regeln und Marktpreise ändern sich; maßgeblich ist der Stand zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Sicherheitsberatung im Einzelfall. Alle Angaben ohne Gewähr. Beispielrechnungen, Richtwerte und Erfahrungswerte können im Einzelfall abweichen.

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BEMA Verpackungsabfall

Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb · Niefern-Öschelbronn und St. Veit an der Glan

BEMA Verpackungsabfall ist zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb mit Sitz in Niefern-Öschelbronn und einem Standort in St. Veit an der Glan (Österreich). Wir sind seit 2008 im Geschäft, kaufen Verpackungsabfälle wie Kartonagen und Folien direkt bei Betrieben an, setzen dafür auf die Ballenpresse direkt an der Anfallstelle und organisieren die Abholung der Ballen.

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