Abfall verkaufen: So entsteht die Vergütung für Kartonagen und Folie

Wie aus Kartonagen und Folie eine Vergütung wird, welche Kosten dagegenstehen, was rechtlich gilt und wie Sie für Ihren Betrieb nachrechnen.

BEMA VerpackungsabfallZertifizierter Entsorgungsfachbetrieb
Stand: 12 Min. Lesezeit
Gepresster Kartonballen auf einem Hubwagen vor einer geöffneten BEMA Ballenpresse
Rechtsstand Oktober 2026Verkaufte Kartonagen und Folien bleiben Abfall zur Verwertung; die Pflichten der Gewerbeabfallverordnung gelten weiter.
Inhalt dieses Artikels

Abfall verkaufen statt für Container und Leerungen zu zahlen: Für Betriebe mit vielen Kartonagen und Folien ist das möglich. Sie erhalten dann eine Vergütung für das Material. Ein Selbstläufer ist das nicht. Der Vergütung stehen Kosten für Abholung und Technik gegenüber, und der Altpapiermarkt schwankt von Monat zu Monat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechtlich: Verkaufte Kartonagen und Folien bleiben Abfall zur Verwertung (§ 3 KrWG). Die Pflichten der Gewerbeabfallverordnung gelten weiter.
  • Vergütung: Wir vergüten nach dem monatlich erscheinenden EUWID. Die Vergütung folgt damit dem Markt und schwankt.
  • Gegenrechnung: Abholung, Maut- und Energiezuschlag und Technikkosten gehen ab. Beim Vergleich mit heute kommen eingesparte Entsorgungskosten dazu.
  • Menge entscheidet: In unseren Beispielrechnungen (ohne Gewähr, laut BEMA auf veralteten Daten) ist das Ergebnis bei 6,82 t und 12 t im Monat positiv, bei 1,65 t negativ.
  • Voraussetzungen: sortenreines, trockenes Material, Platz für Ballen auf Paletten und eine Zufahrt für den Lkw.
500 kgVerpackungsabfall im Monat: ab dieser Menge sprechen wir Betriebe an (BEMA-Zielgruppe)
85,6 %der Vergütung gehen bei 1,65 t im Monat für Abholung und Zuschlag ab (BEMA-Beispielrechnung ohne Gewähr, laut BEMA auf veralteten Daten)

Abfall verkaufen: Was dahintersteckt

Im Betrieb fallen Verpackungen jeden Tag an: Kartons im Wareneingang, Stretchfolie von Paletten. Gewerbliche Kartonagen landen meist in einem Container, den ein Entsorger stellt und leert. Dafür zahlen Sie Miete und Leerungen. Dazu kommt die Arbeitszeit: Kartons zerreißen, zwischenlagern und zum Hauptbehälter tragen.

Sortenreine Kartonagen und saubere Folie sind gehandelte Rohstoffe. Altpapier ist der wichtigste Rohstoff der deutschen Papierindustrie, 2024 lag ihre Altpapiereinsatzquote bei rund 84 % (Umweltbundesamt). Was Papier- und Folienrecycling für die CO2-Bilanz bringt, beschreibt der Artikel CO2-Einsparung durch Recycling. Hier setzt das BEMA Konzept an: Wir kaufen sortenreine Verpackungs- und Produktionsabfälle von Ihrem Unternehmen auf, die sonst aufwändig entsorgt werden müssten. Damit sich der Verkauf lohnen kann, pressen Sie das Material vor Ort zu Ballen, und wir holen es gesammelt ab.

Welche Verpackungsabfälle sich verkaufen lassen

  • Papier, Pappe und Karton (PPK): vor allem gebrauchte Kartonagen aus Wellpappe. Welche Regeln für das Sammeln gelten, lesen Sie im Artikel Pappe und Kartons entsorgen.
  • PE-Folie: saubere, transparente Verpackungsfolie, zum Beispiel abgewickelte Stretchfolie. In unseren Beispielrechnungen steht sie als „PE-Folie (Qualität 98/2)“. Was bei Folie zählt, erklärt der Artikel Folie im Betrieb entsorgen oder verkaufen.

Abfall oder Wertstoff? Was das Gesetz sagt

Im Alltag spricht man von Wertstoffen, sobald sich ein Material verkaufen lässt. In den Begriffsbestimmungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (§ 3 KrWG) ist dieser Begriff nicht definiert. Dort gilt: Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Abfälle, die verwertet werden, heißen Abfälle zur Verwertung (§ 3 Abs. 1 KrWG).

Ein Wille zur Entledigung wird unter anderem angenommen, wenn die ursprüngliche Zweckbestimmung eines Gegenstands entfällt, ohne dass ein neuer Verwendungszweck unmittelbar an ihre Stelle tritt (§ 3 Abs. 3 Nr. 2 KrWG). Nach unserer Lesart trifft das typischerweise auf ausgepackte Kartons und abgewickelte Stretchfolie zu. Der Verkauf ändert daran nichts: Auch wenn Sie Geld für Ihre Kartonagen bekommen, bleiben sie Abfall zur Verwertung.

BegriffWas er bedeutetFundstelle
AbfallStoffe oder Gegenstände, derer sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss§ 3 Abs. 1 KrWG
NebenproduktStoff aus einem Herstellungsverfahren, der vier Bedingungen gleichzeitig erfüllt; dann kein Abfall§ 4 KrWG
Ende der Abfalleigenschafterst nach einem Recycling- oder anderen Verwertungsverfahren, wenn vier Bedingungen erfüllt sind§ 5 KrWG
WertstoffAlltagsbegriff für verwertbare Abfälle, in § 3 KrWG nicht definiertkeine

Zusammenfassung des Gesetzestextes, keine Rechtsberatung. Einzelfälle klären Sie mit Ihrer Behörde oder einer Fachanwältin bzw. einem Fachanwalt.

Kein Nebenprodukt, kein Ende der Abfalleigenschaft

Ein Nebenprodukt (§ 4 KrWG) muss bei einem Herstellungsverfahren anfallen. Verpackungen angelieferter Ware tun das nicht, § 4 greift für sie nach unserer Lesart deshalb in der Regel nicht. Nur bei Produktionsresten, etwa Folienabschnitten aus der eigenen Fertigung, ist das im Einzelfall zu prüfen. Die Abfalleigenschaft endet erst nach einem Recycling- oder anderen Verwertungsverfahren (§ 5 KrWG). Ein gepresster Ballen auf Ihrem Hof hat das noch vor sich und bleibt Abfall, auch wenn er einen Marktwert hat.

Was daraus für Ihren Betrieb folgt

Die Pflichten der Gewerbeabfallverordnung gelten weiter. Papier, Pappe und Karton (ohne Hygienepapier) und Kunststoffe sind getrennt zu sammeln, getrennt zu befördern und vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuzuführen (§ 3 Abs. 1 GewAbfV). Auch die Getrenntsammlung ist zu dokumentieren (§ 3 Abs. 3 GewAbfV); nach unserer Lesart gilt das auch beim Verkauf. Die Abfallschlüssel nach AVV lauten in der Regel 15 01 01 (Verpackungen aus Papier und Pappe) und 15 01 02 (Verpackungen aus Kunststoff). Alle Pflichten und die nötigen Unterlagen stehen im Artikel Gewerbeabfallverordnung.

So läuft der Verkauf mit BEMA

Das BEMA Konzept verbindet Ballenpresse, Lagerung, Abholung und Verwertung. Wir sind zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und seit 2008 im Geschäft. Der Ablauf hat vier Schritte:

  1. Ballenpresse direkt an der Anfallstelle

    Die Presse steht dort, wo Kartonagen und Folie anfallen. Die kurzen Laufwege sparen Ihrem Personal Zeit und Arbeitskosten. Der Karton kommt nach dem Auspacken unzerkleinert direkt in die Presse. Bei der passenden Maschine wird höchstens einmal am Tag ein Ballen ausgeworfen, das dauert etwa 3 bis 5 Minuten. Bei der Auslieferung erklärt unser Fachpersonal vor Ort die Stofftrennung, die Sicherheitsvorkehrungen und die Logistik.

  2. Saubere Ballenlagerung auf dem Gelände

    Die Ballen wiegen je nach Maschine bis zu 650 kg und stehen platzsparend auf Paletten aus naturbelassenem, nicht farbigem Holz. Weil sie wenig Platz brauchen, wird der bisherige Hauptbehälter überflüssig, und seine Miete entfällt. Zwei- oder dreilagiges Stapeln per Stapler ist keine gesetzliche Pflicht, hilft aber, den Lkw auszulasten.

  3. Abholung durch BEMA

    Unsere regionalen Logistikpartner holen die Ballen ab, und Sie erhalten eine Vergütung entsprechend der Abfallmenge. Die Abholung melden Sie online über das Formular Ballenverkauf an: mit einem Foto der Ballen (Pflicht), dem Palettentyp und der Angabe, ob ein 40-Tonner zufahren kann. Mit der Anmeldung bestätigen Sie, dass das Material frei von Fremdstoffen ist. Wir holen nur Ballen aus der Maschine mit der angegebenen Seriennummer ab.

  4. Wiederverwertung bei Papier- und Kunststoffverarbeitern

    Die gepressten Ballen gehen auf direktem Weg zum nächstgelegenen Papier- oder Kunststoffverarbeiter.

Die Ballenpresse können Sie kaufen, leasen oder mietkaufen; wir sind Leasingpartner der Grenke AG und der Mercator Leasing. Welche Presse passt, hängt von Ihrer Monatsmenge ab: Unsere vertikalen Ballenpressen reichen von Monatsmengen bis 1,7 t (BMO 75) bis 10,9 t (BMO 500).

Wovon die Vergütung abhängt

Einen festen Preis für Kartonagen oder Folie gibt es nicht. Fünf Faktoren bestimmen, was am Ende auf Ihrer Abrechnung steht.

Menge

Die Vergütung richtet sich nach der Abfallmenge. Mehr Menge bedeutet aber nicht nur mehr Vergütung: Die Kosten für Technik und Abholung verteilen sich auf mehr Tonnen. In unseren Beispielrechnungen (ohne Gewähr, laut BEMA auf veralteten Daten) ist die Abholung bei 6,82 t und 12 t im Monat frachtfrei, bei 1,65 t kostet sie 87,45 € im Monat. Was die Abholung bei Ihnen kostet, steht in der Kostenprognose Ihres Angebots.

Sortenreinheit

Wir kaufen sortenreine Abfälle: Karton und Folie kommen in getrennte Ballen. Je mehr Fremdmaterial im Ballen steckt, desto eher passt er nicht mehr zur Sorte, unter der er verkauft werden soll: bei Karton zum Beispiel Folienbeutel, bei Folie Klebeband und Etiketten. Darum ist bei uns jede Auslieferung einer Presse mit einer Rohstoffschulung verbunden.

Qualität

Altpapier wird nach DIN EN 643 in Sorten gehandelt. Papierfremde Bestandteile wie Kunststoff oder Metall sind bei den meisten Sorten auf 1,5 % begrenzt. Liegt eine Lieferung darüber, wird sie nicht unter der angegebenen Sorte angenommen, sondern umgestuft oder zurückgegeben. Feuchte über 10 % kann der Abnehmer als Mehrgewicht abziehen. Was das im Alltag bedeutet, steht im Artikel Ballenqualität.

Logistik

Jede Abholung kostet Geld. Wir empfehlen, bei der im Angebot vorgeschlagenen Abholmenge zu bleiben, denn sie ist bereits kostenoptimiert. Andere Mengen sind möglich, können aber die Kostenprognose verändern. Zur Logistik gehören auch eine Zufahrt für den Lkw, Paletten und ein Hubwagen oder Stapler auf Ihrem Gelände.

Markt und EUWID

Wir vergüten nach dem EUWID, einem Preisindex für Sekundärrohstoffe, der einmal im Monat erscheint, und zahlen für PPK fast ausschließlich mindestens den sogenannten „mittleren EUWID“. Wie EUWID-Angaben entstehen, warum Zu- und Abschläge dazugehören und wie Sie die Werte lesen, erklärt der Artikel Vergütung nach EUWID.

Die Preisentwicklung lässt sich nicht seriös vorhersagen, ähnlich wie bei Benzin oder Gas. Das gilt allerdings auch für die Kosten der konventionellen Entsorgung. Wie stark der Markt schwankt, zeigt der amtliche Index im Artikel Altpapier und Kartonagen verkaufen.

Passt das BEMA Konzept zu Ihrem Betrieb?

Wir sehen uns Ihre Mengen, Ihren Platz und Ihre Abläufe an und rechnen Vergütung und Kosten mit Ihnen durch. Den BEMA-Prozess und unsere Ballenpressen können Sie vorher kennenlernen und testen. Die Beratung ist kostenlos.

Ihr Ansprechpartner: Marc Schleibaum, Geschäftsführer

Marc Schleibaum, Geschäftsführer BEMA Verpackungsabfall

Die Gegenrechnung: Was von der Vergütung abgeht

Die Vergütung ist nicht das, was Ihnen am Ende bleibt. In unseren Beispielrechnungen gilt diese Formel, alle Werte pro Monat:

Formel Ergebnis = Vergütung – Abholung – Maut- und Energiezuschlag – Technikkosten

Nicht enthalten sind die Kosten, die heute schon anfallen und wegfallen können. Legen Sie für den Vergleich beides nebeneinander:

PostenWirkungWoher der Wert kommt
Vergütung für das MaterialplusMenge, Qualität und EUWID; Materialwert im Abfall-Rechner
Abholungminushängt von der Abholmenge ab; in zwei der drei BEMA-Beispielrechnungen frachtfrei
Maut- und EnergiezuschlagminusZuschlag zur Abholung, in den BEMA-Beispielrechnungen 5,66 € bis 10,82 € im Monat
Technikkostenminusmonatlicher Posten in den BEMA-Beispielrechnungen; die Höhe für Ihren Betrieb steht in Ihrem Angebot
Eingesparte Entsorgungskostenplus (beim Vergleich mit heute)Ihre bisherigen Rechnungen, zum Beispiel Behältermiete und Leerungen

Struktur und Beispielwerte nach den BEMA-Vergütungsbeispielen: Beispielrechnungen von BEMA ohne Gewähr, laut BEMA auf veralteten Daten, kein Preisversprechen. Eingesparte Kosten hängen von Ihren bisherigen Verträgen ab.

Schwer in Euro zu fassen, aber spürbar ist die Arbeitszeit: Wer heute Kartons zerreißt, zwischenlagert und zum Container trägt, spart diese Wege. Welche Hebel es sonst noch gibt, zeigt der Artikel Entsorgungskosten senken.

Drei Beispielrechnungen von BEMA

Auf unserer Website zeigen wir drei Vergütungsbeispiele. Wir geben sie hier wieder, weil sie die Rechenlogik zeigen. Die Beträge sind keine aktuellen Werte.

Posten (pro Monat)ElektrogroßhandelLebensmittelmarktTankstelle
Abfall10,90 t PPK, 1,10 t PE-Folie6,20 t PPK, 0,62 t PE-Folie1,50 t PPK, 0,15 t PE-Folie
Abholmenge laut Beispiel16 Paletten à 3 Ballen17 Paletten à 3 Ballen5 Paletten à 6 Ballen
Vergütung durch BEMA890,65 €505,30 €114,75 €
Abholungfrachtfreifrachtfrei87,45 €
Maut- und Energiezuschlag7,32 €5,66 €10,82 €
Technikkosten278,00 €218,00 €75,00 €
Ergebnis605,33 €281,64 €-58,52 €

PE-Folie jeweils in der Qualität 98/2 laut Beispiel. Beispielrechnungen von BEMA ohne Gewähr; laut BEMA beruhen sie auf veralteten Daten und entsprechen nicht den aktuellen Werten. Abholkosten beruhen auf Erfahrungswerten und gelten anteilig pro Monat. Kein Preisversprechen.

Was die Beispiele zeigen:

  • Die Menge entscheidet über die Abholkosten. In den Beispielen mit 12,0 t und 6,82 t im Monat ist die Abholung frachtfrei. Bei 1,65 t kosten Abholung und Zuschlag zusammen 98,27 €, das sind 85,6 % der Vergütung. Das Ergebnis wird negativ.
  • Bei großen Mengen ist die Technik der größte Kostenblock. In den beiden positiven Beispielen machen die Technikkosten rund 31 % bzw. 43 % der Vergütung aus.
  • Eingesparte Kosten fehlen. Behältermiete und Leerungen der bisherigen Entsorgung sind nicht eingerechnet. Auch ein negatives Ergebnis wie bei der Tankstelle kann deshalb günstiger sein als die bisherige Lösung. Das lässt sich aus dem Beispiel allein nicht beurteilen.

Keine Mengengrenze ableiten Aus drei Beispielen lässt sich keine Tonnage ablesen, ab der sich der Verkauf sicher trägt. Die Technikkosten unterscheiden sich von Beispiel zu Beispiel, die Abholkosten hängen von der Abholmenge ab, und die Vergütung vom Markt im jeweiligen Monat.

Lohnt sich der Verkauf für Ihren Betrieb?

Ob sich Abfall verkaufen für Sie rechnet, zeigt erst Ihre eigene Rechnung. So gehen Sie vor:

  1. Menge ermitteln

    Nehmen Sie Wiege- oder Lieferscheine der letzten Monate und trennen Sie nach Karton und Folie.

  2. Heutige Kosten aufschreiben

    Behältermiete, Leerungen und die Zeit, die Ihr Team mit Kartons verbringt. Das ist die Zeile, die in den Beispielrechnungen fehlt.

  3. Materialwert schätzen

    Der Abfall-Rechner zeigt den möglichen Materialwert Ihrer Kartonagen in Ballenform. Basis: 10 % PE-Folie transparent zusätzlich vergütet, ohne Logistikkosten.

  4. Rohstoffangebot anfordern

    In unseren Kosten-Nutzen-Analysen stehen die durchschnittliche Vergütung des Vorjahres und die aktuelle Vergütung nebeneinander. Beide sind keine Prognose: Die Vergütung zum Zeitpunkt der Abholung kann höher oder niedriger sein.

Passen Ihre Verpackungsabfälle zum BEMA Konzept?

  • Bei Ihnen fallen mehr als 500 kg Verpackungsabfall im Monat an, überwiegend Kartonagen und Folie.
  • Das Material fällt sortenrein und trocken an einem oder wenigen Orten an.
  • Neben der Presse ist Platz für einige Paletten mit Ballen.
  • Ein Lkw kann zur Abholung auf Ihr Gelände fahren; ob Sie dafür einen Hubwagen oder Stapler brauchen, klären wir mit Ihnen.

Beratung anfragen

Kleinere Mengen oder mehrere Standorte? Sprechen Sie uns trotzdem an, wir rechnen es mit Ihnen durch.

Was sind Ihre Kartonagen wert?

Der Abfall-Rechner zeigt den möglichen Materialwert Ihrer Kartonagen in Ballenform, mit 10 % transparenter PE-Folie und ohne Logistikkosten.

Materialwert berechnen

Häufige Fragen

Bleiben verkaufte Kartonagen rechtlich Abfall?

Ja. Abfall ist alles, wessen sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder muss (§ 3 Abs. 1 KrWG). Die Abfalleigenschaft endet erst nach einem Recycling- oder anderen Verwertungsverfahren (§ 5 KrWG). Ein gepresster Ballen auf Ihrem Hof bleibt deshalb Abfall zur Verwertung.

Wie berechnet BEMA die Vergütung?

Wir vergüten nach dem EUWID, der einmal im Monat erscheint; Zu- und Abschläge sind beim EUWID gängige Praxis. Von der Vergütung gehen in unseren Beispielrechnungen (ohne Gewähr, laut BEMA auf veralteten Daten) Abholung, Maut- und Energiezuschlag und Technikkosten ab. Welche Werte für Ihre Menge gelten, steht in Ihrem Rohstoffangebot.

Kann ich vorher wissen, was ich nächstes Jahr bekomme?

Nein. Die Vergütung folgt dem EUWID und damit dem Markt. Unsere Angebote zeigen die durchschnittliche Vergütung des Vorjahres und die aktuelle Vergütung, beide sind keine Prognose. Die Vergütung zum Zeitpunkt der Abholung kann höher oder niedriger sein.

Lohnt sich der Verkauf auch bei kleinen Mengen?

Nicht automatisch. Im BEMA-Beispiel Tankstelle (Beispielrechnung ohne Gewähr, laut BEMA auf veralteten Daten) übersteigen bei 1,65 t im Monat Abholung, Zuschlag und Technikkosten die Vergütung. Eingesparte Kosten der bisherigen Entsorgung sind darin nicht enthalten. Rechnen Sie Ihren Fall deshalb mit Ihren eigenen Zahlen durch.

Muss ich trotz Verkauf etwas dokumentieren?

Ja. Die Getrenntsammlung nach § 3 GewAbfV ist zu dokumentieren, zum Beispiel mit Lageplänen, Lichtbildern, Liefer- oder Wiegescheinen und einer Erklärung des Übernehmers. Nach unserer Lesart gilt das auch, wenn Sie Ihre Kartonagen verkaufen. Die Behörde kann diese Unterlagen verlangen.

Quellen und Rechtsstand

Rechtsstand: 17. Oktober 2026. Regeln und Marktpreise ändern sich; wir prüfen die Artikel regelmäßig.

Logo BEMA Verpackungsabfall

BEMA Verpackungsabfall

Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb · Niefern-Öschelbronn und St. Veit an der Glan

BEMA Verpackungsabfall ist zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb mit Sitz in Niefern-Öschelbronn und einem Standort in St. Veit an der Glan (Österreich). Wir sind seit 2008 im Geschäft, kaufen Verpackungsabfälle wie Kartonagen und Folien direkt bei Betrieben an, setzen dafür auf die Ballenpresse direkt an der Anfallstelle und organisieren die Abholung der Ballen.

Artikel teilen:E-MailWhatsApp

Weiterlesen

Alle Artikel
Leistung

Das BEMA Konzept

Ballenpresse an der Anfallstelle, Abholung durch BEMA und Vergütung für sortenreine Wertstoffe.

Mehr erfahren

Ihre Frage ist nicht dabei?

Schreiben Sie uns, was Sie zu Entsorgung, Ballenpressen oder Vergütung wissen möchten. Häufige Fragen beantworten wir hier in eigenen Artikeln, Ihre persönliche Frage direkt.

Frage stellen
Kostenlose BeratungAnfragen
Bitte geben Sie hier die Anzahl der Paletten und die Anzahl der Ballen pro Palette bei Auswahl mehrerer Rohstoffe an.
Bitte beachtet die jeweilige Logistikanweisung für den Maschinentyp.

Wir verwenden Paletten aus naturbelassenem Holz. Diese sollten nicht farbig 

sein.

Wichtige Information: Das Typenschild befindet sich links oder rechts an Ihrer Maschine. Auf dem Typenschild finden Sie die Typenbezeichnung und Seriennummer Ihrer Presse. Die Abholung erfolgt nur für die Ballen aus der Maschine mit der genannten Seriennummer.