Ballenpresse kaufen, mieten oder leasen? Die Wege im Vergleich

Sie lernen die vier Wege zur eigenen Ballenpresse kennen, verstehen Restwert und Laufzeit beim Leasing und wissen, welche Fragen Sie vor dem Vertrag klären sollten.

BEMA VerpackungsabfallZertifizierter Entsorgungsfachbetrieb
Stand: 9 Min. Lesezeit
Zwei BEMA Ballenpressen nebeneinander in einer Produktionshalle
Rechtsstand Oktober 2026Leasing mit 10 % oder 30 % Restwert möglich.
Inhalt dieses Artikels

Eine Ballenpresse mieten, leasen, mietkaufen oder kaufen: Welcher Weg passt, hängt von Ihrer Liquidität, Ihrer Planung und Ihrer Bilanz ab. Die Presse selbst kann bei jedem Weg dieselbe sein. Unterschiedlich sind Eigentum, Zahlungsweise, Laufzeit und die steuerliche Behandlung.

Dieser Artikel erklärt die vier Wege, zeigt, was Restwert und Laufzeit beim Leasing bedeuten, und fasst die steuerliche Grundlogik zusammen. Er ersetzt keine Steuerberatung. Am Ende wissen Sie, welche Fragen Sie vor dem Vertrag klären sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kauf: Die Presse wird Ihr Eigentum, bei vereinbartem Eigentumsvorbehalt mit vollständiger Zahlung. Der Kaufpreis bindet Kapital, die Anschaffung wird in der Regel über die Nutzungsdauer abgeschrieben.
  • Miete: Sie zahlen für die Nutzung, die Presse bleibt Eigentum des Vermieters. Laufzeit und Leistungen regelt der Mietvertrag.
  • Leasing: Raten über eine feste Laufzeit. Bei uns (Stand Oktober 2026) über die Grenke AG oder die Mercator Leasing, mit 10 % oder 30 % Restwert, im Regelfall 72 Monate.
  • Mietkauf: Raten mit dem Ziel, die Presse zu übernehmen. Ob ein echter oder unechter Mietkauf vorliegt, ist nach Fachquellen für die Bilanzierung entscheidend.
  • Bei jedem Weg gleich: Laut unserem Angebot (Stand Oktober 2026) hängt der eigentliche Kaufpreis nicht vom Finanzierungsweg ab. Service und Prüfung fallen bei jedem Weg an. Steuerlich kommt es nach Fachquellen darauf an, wem die Presse wirtschaftlich zuzurechnen ist.
72 Monatebeträgt die Leasingdauer bei uns im Regelfall (Stand Oktober 2026)
10 %Restwert: höhere Rate, kleinerer Betrag am Laufzeitende
30 %Restwert: niedrigere Rate, größerer Betrag am Laufzeitende
40-90 %der Nutzungsdauer: Bei dieser Grundmietzeit wird ein Leasinggut ohne Kaufoption und Spezialleasing in der Regel dem Leasinggeber zugerechnet (Vollamortisationserlass)

Kaufen, mieten, leasen, mietkaufen: die vier Wege im Vergleich

Die Tabelle zeigt die Grundlogik der vier Wege. Die Details regelt Ihr Vertrag.

KriteriumKaufMieteLeasingMietkauf
Eigentumbei Ihnen, bei Eigentumsvorbehalt nach vollständiger Zahlungbleibt beim Vermieterbeim Leasinggeber, steuerliche Zurechnung je nach Vertraggeht am Ende auf Sie über
ZahlungKaufpreislaufende MieteRaten, am Ende RestwertRaten
Liquidität zu Beginnstark belastetgeschontgeschontgeschont
Bindungkeine Laufzeitnach Mietvertragfeste Laufzeit, bei uns im Regelfall 72 Monatefeste Laufzeit
Am EndePresse gehört IhnenRückgabeje nach Vertrag, zum Beispiel Rückgabe oder ÜbernahmeÜbernahme durch Sie, beim echten Mietkauf über die Kaufoption

Vereinfachte Grundlogik, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Grundlage: Gabler Wirtschaftslexikon, REB Steuerberatung (siehe Quellen).

Ballenpresse kaufen: Eigentum und Kapitalbindung

Beim Kauf wird die Presse Ihr Eigentum, in der Regel mit der Übergabe. Ist ein Eigentumsvorbehalt vereinbart, geht das Eigentum erst mit vollständiger Zahlung auf Sie über. Sie zahlen den Kaufpreis und schreiben die Presse in der Regel über ihre Nutzungsdauer ab. Bei uns ist auch der Kauf gegen Rechnung möglich. Finanzierungskosten fallen nur an, wenn Sie den Kauf selbst finanzieren, zum Beispiel über Ihre Bank.

Der Vorteil: Sie entscheiden allein, wie lange Sie die Presse nutzen. Der Nachteil: Der Kaufpreis bindet Kapital, das Ihnen an anderer Stelle fehlen kann.

Steuerlich interessant kann eine Sonderregel sein: Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die nach dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft werden, ist eine degressive Abschreibung möglich: höchstens das Dreifache des linearen Satzes und nicht mehr als 30 % (§ 7 Abs. 2 EStG). Ob sie für Ihre Presse in Frage kommt und welche Nutzungsdauer anzusetzen ist, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Ballenpresse mieten: flexibel, aber ohne Eigentum

Bei der Miete zahlen Sie für die Nutzung. Die Presse bleibt Eigentum des Vermieters und geht am Ende der Mietzeit zurück. Das schont die Liquidität. Nach unserer Einschätzung passt Miete vor allem, wenn Sie eine Presse nur für begrenzte Zeit brauchen oder erst ausprobieren wollen, ob sie in Ihren Ablauf passt. Über viele Jahre zahlen Sie dagegen Miete, ohne Eigentum an der Presse zu erwerben, sofern der Vertrag keine Kaufoption vorsieht.

Prüfen Sie bei jedem Mietangebot, was genau enthalten ist:

  • Laufzeit, Kündigungsfrist und ob es eine Kaufoption gibt
  • wer Wartung, Reparaturen und die regelmäßige Prüfung bezahlt
  • wer die Ballen abholt und ob Sie dafür eine Vergütung erhalten
  • wer bei Schäden an der Presse haftet und wie sie versichert ist

Sie möchten zuerst sehen, ob eine Ballenpresse in Ihren Ablauf passt? Sie können den BEMA-Prozess und unsere Ballenpressen unverbindlich kennenlernen und testen. Bei uns können Sie die Presse leasen, mietkaufen oder gegen Rechnung kaufen. Sprechen Sie uns an, wir besprechen mit Ihnen, welcher Weg zu Ihrem Betrieb passen kann.

Ballenpresse leasen: Restwert und Laufzeit

Beim Leasing überlässt Ihnen eine Leasinggesellschaft die Presse für eine feste Grundmietzeit gegen monatliche Raten. Wir sind Leasingpartner der Grenke AG und der Mercator Leasing. Laut unserem Angebot (Stand Oktober 2026) sind 10 % oder 30 % Restwert möglich, die Leasingdauer beträgt im Regelfall 72 Monate, also sechs Jahre. Wenn Sie lieber Ihre eigene Leasinggesellschaft nehmen, ist das für uns völlig in Ordnung.

Was der Restwert bedeutet

Der Restwert ist der Teil des Kaufpreises, den die Raten während der Laufzeit nicht abdecken. Fachleute sprechen von Teilamortisation. Ein höherer Restwert senkt die monatliche Rate, lässt aber am Ende einen größeren Betrag offen. Die Tabelle zeigt das in Prozent des Kaufpreises:

RestwertÜber die Raten getilgtKaufpreisanteil pro MonatAm Ende offen
10 %90 % des Kaufpreisesrund 1,25 % des Kaufpreises10 % des Kaufpreises
30 %70 % des Kaufpreisesrund 0,97 % des Kaufpreises30 % des Kaufpreises

Vereinfachtes Rechenbeispiel (ohne Gewähr) mit 72 Monaten Laufzeit, ohne Zinsen, Gebühren und Versicherung der Leasinggesellschaft. Die tatsächliche Rate steht im Leasingangebot.

Was am Ende mit dem Restwert geschieht, regelt Ihr Leasingvertrag. Der eigentliche Kaufpreis der Presse hängt laut unserem Angebot nicht davon ab, wie Sie finanzieren. Gegenüber einem Barkauf können beim Leasing Mehrkosten entstehen, etwa durch Zinsen und Gebühren der Leasinggesellschaft, die in den Raten enthalten sind. Dafür kann Leasing Ihre Liquidität schonen.

Erst testen, dann entscheiden?

Sie können den BEMA-Prozess und unsere Ballenpressen unverbindlich kennenlernen und testen. Unser Team berät Sie persönlich zu Kauf, Leasing über Grenke oder Mercator und Mietkauf. Der eigentliche Kaufpreis bleibt dabei laut unserem Angebot gleich. Die Beratung ist kostenlos.

Ihr Ansprechpartner: Marc Schleibaum, Geschäftsführer

Marc Schleibaum, Geschäftsführer BEMA Verpackungsabfall

Mietkauf: Raten mit Eigentumsübergang

Beim Mietkauf zahlen Sie Raten und übernehmen die Presse am Ende. Mietkauf ist bei uns möglich. Fachquellen unterscheiden steuerlich zwei Formen, die unterschiedlich behandelt werden:

  • Echter Mietkauf: Bis Sie die Kaufoption ausüben, gilt der Vertrag bilanziell in der Regel als Miete.
  • Unechter Mietkauf: Von Anfang an ist ein Ratenkauf gewollt, nur anders bezeichnet. Dann wird die Presse in der Regel von Beginn an in Ihrer Bilanz aktiviert.

Welche Form Ihr Vertrag hat, ergibt sich nach Fachquellen aus seinem Inhalt, nicht aus der Überschrift. Lassen Sie das vor der Unterschrift von Ihrer Steuerberatung prüfen.

Steuerliche Grundlogik: Wem die Presse zugerechnet wird

Keine Steuerberatung Die folgenden Punkte beschreiben die allgemeine Logik nach Fachquellen. Wie Ihr konkreter Vertrag zu behandeln ist, beurteilt Ihre Steuerberatung.

Steuerlich entscheidet nicht der Name des Vertrags, sondern wem die Presse wirtschaftlich zuzurechnen ist. Davon hängt ab, wer sie in der Bilanz führt und abschreibt.

  • Leasing: Nach dem Vollamortisationserlass der Finanzverwaltung wird ein Leasinggut in der Regel dem Leasinggeber zugerechnet, wenn die unkündbare Grundmietzeit zwischen 40 und 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegt. Kaufoptionen und Spezialleasing können die Zurechnung zum Leasingnehmer verschieben. Für Teilamortisationsverträge mit Restwert, wie bei unserem Leasing mit 10 % oder 30 % Restwert, gilt ein eigener Erlass: Dort hängt die Zurechnung vom Vertragsmodell ab, etwa von einem Andienungsrecht des Leasinggebers oder der Aufteilung eines Mehrerlöses. Die Zurechnung prüft Ihre Steuerberatung.
  • Zurechnung bei Ihnen: Wird die Presse Ihnen zugerechnet, wird sie in der Regel bei Ihnen aktiviert und eine Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Raten teilen sich dann in Tilgung und einen Zins- und Kostenanteil.
  • Mietkauf: Beim echten Mietkauf gilt bis zur Optionsausübung Miete, beim unechten Mietkauf wird die Presse in der Regel von Beginn an aktiviert.

Ob die bei uns im Regelfall vereinbarte Laufzeit von 72 Monaten in den Rahmen von 40 bis 90 % fällt, hängt von der Nutzungsdauer ab, die für Ihre Presse anzusetzen ist. Auch die Frage, ob Leasingraten bei Ihnen voll als Aufwand gelten, lässt sich nur mit Blick auf den Vertrag beantworten.

Was bei jedem Weg gleich bleibt

Egal ob Sie kaufen, leasen oder mietkaufen: Einige Punkte ändern sich nicht.

  • Preis: Der eigentliche Kaufpreis der Presse hängt laut unserem Angebot (Stand Oktober 2026) nicht vom Finanzierungsweg ab.
  • Einweisung: Zur Auslieferung einer Maschine gehört bei uns im Regelfall eine Rohstoffschulung. Dabei erklären wir Stofftrennung, Sicherheitsvorkehrungen und die logistischen Abläufe.
  • Service: Der Hersteller ORWAK verlangt laut Betriebsanleitung mindestens einen Service pro Jahr, unabhängig davon, wem die Presse gehört. Wir bieten als offizieller ORWAK-Service UVV-Prüfung, Wartung und Reparatur an, siehe UVV und Wartung.
  • Prüfung: Fristen für die Prüfung legt der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung fest (§ 3 Abs. 6 BetrSichV). Klären Sie im Vertrag, wer Prüfung und Wartung beauftragt und bezahlt.

Vor dem Vertrag helfen diese Schritte:

  1. Presse festlegen

    Monatsmenge und Kartongröße bestimmen das Modell. Unsere Modelle und die verfügbaren Datenblätter finden Sie unter Ballenpressen.

  2. Gesamtkosten rechnen

    Rate oder Kaufpreis, Strom, Band, Service und Abholung gegen mögliche Ersparnis und Vergütung. Wie das geht, zeigt der Artikel Was kostet eine Ballenpresse?

  3. Finanzierungsweg wählen

    Kauf, Leasing mit 10 % oder 30 % Restwert oder Mietkauf. Vergleichen Sie die Angebote auf Basis desselben Kaufpreises.

  4. Steuerberatung einbinden

    Lassen Sie Zurechnung, Abschreibung und Behandlung der Raten vor der Unterschrift prüfen.

Im BEMA Konzept steht die Presse direkt an der Anfallstelle. Unsere regionalen Logistikpartner holen die Ballen ab, und Sie können eine Vergütung erhalten, je nach Menge, Sorte und Marktpreis. Ob eine Ballenpresse oder ein Presscontainer besser zu Ihrem Betrieb passt, vergleicht der Artikel Ballenpresse oder Presscontainer.

Häufige Fragen

Kann ich bei BEMA eine Ballenpresse leasen?

Ja. Wir sind Leasingpartner der Grenke AG und der Mercator Leasing. Laut unserem Angebot (Stand Oktober 2026) sind 10 % oder 30 % Restwert möglich, die Leasingdauer beträgt im Regelfall 72 Monate.

Darf ich meine eigene Leasinggesellschaft nehmen?

Ja, das ist für uns völlig in Ordnung. Auch der Kauf gegen Rechnung und der Mietkauf sind möglich. Der eigentliche Kaufpreis der Presse ist dabei laut unserem Angebot derselbe.

Wird die Ballenpresse durch Leasing teurer?

Der eigentliche Kaufpreis bleibt laut unserem Angebot gleich. Beim Leasing können Zinsen und Gebühren der Leasinggesellschaft hinzukommen, die in den Raten enthalten sind. Dafür müssen Sie den Kaufpreis nicht auf einmal aufbringen.

Was bedeutet der Restwert beim Leasing?

Der Restwert ist der Teil des Kaufpreises, den die Raten während der Laufzeit nicht abdecken. Bei 30 % Restwert ist die Rate unter sonst gleichen Bedingungen niedriger als bei 10 %, am Ende bleibt aber ein größerer Betrag offen. Was dann geschieht, regelt der Leasingvertrag.

Kann ich eine Ballenpresse vor der Entscheidung testen?

Ja. Sie können den BEMA-Prozess und unsere Ballenpressen unverbindlich kennenlernen und testen. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie kostenlos.

Ist Leasing steuerlich günstiger als Kauf?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist, wem die Presse wirtschaftlich zuzurechnen ist; das hängt unter anderem von Grundmietzeit, Nutzungsdauer und Kaufoptionen ab. Fragen Sie Ihre Steuerberatung.

Quellen und Rechtsstand

Rechtsstand: 17. Oktober 2026. Regeln und Marktpreise ändern sich; maßgeblich ist der Stand zum Zeitpunkt Ihrer Entscheidung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Sicherheitsberatung im Einzelfall. Alle Angaben ohne Gewähr. Beispielrechnungen, Richtwerte und Erfahrungswerte können im Einzelfall abweichen.

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Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb · Niefern-Öschelbronn und St. Veit an der Glan

BEMA Verpackungsabfall ist zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb mit Sitz in Niefern-Öschelbronn und einem Standort in St. Veit an der Glan (Österreich). Wir sind seit 2008 im Geschäft, kaufen Verpackungsabfälle wie Kartonagen und Folien direkt bei Betrieben an, setzen dafür auf die Ballenpresse direkt an der Anfallstelle und organisieren die Abholung der Ballen.

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